Schneeleoparden - die Geister der Berge

Steckbrief

Name: Schneeleopard
Art: Panthera uncia
Verbreitung: Indien, China, Nepal, Pakistan, die Mongolei, Bhutan, Russland, Afghanistan, Kirgisistan, Kasachstan, Tadschikistan und Usbekistan
Lebensraum: Gebirge und Hochgebirge Asiens zwischen ca. 2.000 bis 5.800 m, ü.N.N.

Allgemeines zu Schneeleoparden

Schneeleoparden gehören wie Löwen und Tiger zu den Großkatzen. Sie sind die kleinste Art innerhalb der Gattung Panthera, der Eigentlichen Großkatzen, in der Gattung der Neofelis sind nur die Nebelparder und Sunda- Nebelparder angehörig, diese sind kleiner als Schneeleoparden.

Jagdverhalten von Schneeoparden

Schneeleoparden sind wohl die Raubkatzen mit den, entschuldigt die Ausdrucksweise, dicksten Eiern. Jeder kennt sicherlich die Jagdaufnahmen von einem Schneeleoparden der hinter einem Bharal(Blauschafe) herjagt und dann einen mehrere Hundert Meter tiefe Klippe herunterfällt, sich schüttelt und Weiterjagd. Solche seltenen Aufnahmen spiegeln das Jagdverhalten der Schneeleoparden sehr gut wieder, aber nun mal von Anfang an: Schneeleoparden sind wie alle Katzen sehr geduldige Jäger die sehr viel die umliegenden Berghänge nach Beute absuchen, im Spiti Valley sind das hauptsächlich Asiatische Steinböcke und Bharale, sobald sie eine Gruppe erspäht haben nähern sie sich und warten je nach Terrain auch an verschiedenen Stellen um sich dann aus der Deckung auf die Beute zu stürzen. Der Schneeleopard versucht immer aus höher Lage das Beutetier zu jagen. Der lange Schwanz dient bei der Jagd im unwegsamen Berggelände das Gleichgewicht zu halten.

Nahrung und Beute

Die Hauptbeute der Geister der Berge sind Asiatische Steinböcke, Bharale (Blauschafe), Markhor (Schraubenziegen) und Argali-Wildschafe. Zu den kleineren Beutetieren gehören vor allem in den Sommermonaten Nagetiere wie Murmeltiere, Hasen und Pikas. Gelegentlich jagen Schneeleoparden auch die Hühnerartigen wie Schneehühner, Tibetkönigshühner und Chukarhühner. Leider kommt es in manchen Bereichen zu Konflikten mit Hirten, wo Ziegen oder auch jüngere Yaks zur Beute von Schneeleoparden werden können.

Konflikte mit Menschen

Leider werden in manchen Gegenden von Schneeleoparden noch Nutztiere von Hirten getötet, daraufhin werden häufig die Schneeleoparden als Problem betitelt und bejagt. In Indien ist es verboten Schneeleoparden zu jagen, wenn ein Hirte durch einen Schneeleoparden ein Nutztier verloren hat wird dieser von der Regierung entschädigt, das schützt die Tiere ungemein und löst einen Teil der Konflikte.
Leider werden wohl häufiger Konflikte zwischen Menschen und Schneeleoparden entstehen vor allem, weil der Lebensraum der Katze schrumpft, durch den Klimawandel als auch die menschliche Ausbreitung.

Naturschutz

Verschiedene Organisationen wie der WWF, der NABU aber auch lokale Organisationen setzen sich für den Schneeleoparden ein und versuchen die o.g. Probleme zu lösen. Hierzu gibt es verschiedene Ansätze, zum Beispiel wird versucht die lokale Bevölkerung einbezogen und informiert welche Möglichkeiten es gibt die Nutztiere vor dem Schneeleoparden zu schützen, da gibt es zum Beispiel, Hütehunde wie die mongolischen Bankhars oder auch Rauptiersichere Ställe wo die Herden in der Nacht untergestellt werden können. Auch der Tourismus spielt eine große Rolle das Bewusstsein der Bevölkerung für die Tiere zu wecken und Einnahmen daraus zu generieren. So können zum Beispiel unsere Helfer und Spotter auch in den Wintermonaten Geld verdienen. Die Orte im Spiti Valley profitieren nun von einer ganzjährigen Einnahmequelle die durch die Beobachtung der scheuen Katzen.

Bedeutung für die Naturfotografie

Für viele Wildlife-Fotografen sind Schneeleoparden ein heiliger Gral der Naturfotografie. Heute sind sie leichter zu beobachten als vor 15 oder 20 Jahren. Heute wissen wir viel mehr über die Tiere und können die Gegenden auch leichter erreichen. Die Tiere sind aber bei weitem nicht leicht zu finden und zu fotografieren. Es braucht sehr viel Brennweite, 600mm bis 800mm sind optimal, und trotzdem müssen häufig die Bilder etwas gecropped werden. Begegnungen die näher als 200m sind, können vorkommen, passieren aber sehr sehr selten und sind wie ein 6er im Lotto.

Weiter
Weiter

🎒Was ist in meinem Kamera Rucksack?