📾 Kenia Safari – Was gehört in den Kamerarucksack?

Vie Fragen immer nach der KameraausrĂŒstung fĂŒr Safari – Was gehört in den Kamerarucksack?

Welchen Rucksack nehme ich mit?

Ich nutze fĂŒr meine Safari Reise nach Afrika meinen Gitzo Rucksack Adventury 45l der die perfekten Abmessungen 35 x 22 x 55 cm fĂŒr das HandgepĂ€ck mit sich bringt. NatĂŒrlich wird es immer schwieriger mit dem HandgepĂ€ck und mit den Richtlinien. Ich nehme nur die essenziellen Accessories mit ins HandgepĂ€ck. Alles was ich entbehren könnte wird im AufgabegepĂ€ck gut eingepackt.

Welche Kamera nutze ich?

Ich nutze jetzt seit Januar 2024 die Nikon Z9 und seit Dezember 2025 die Nikon Z8 als meine beiden Hauptkameras. Beide Kameras sind hervorragende Kameras fĂŒr Safaris, Robust, Wetter und Staubresistent und eine ĂŒberragende BildqualitĂ€t.

Von Canon wĂŒrde ich Ă€hnliche Kameras empfehlen, die R5 und R6 sind tolle Serien die unfassbar viele Möglichkeiten bieten und hervorragende Fokusmodi mitbringen.

Mit zwei Kameras bin ich jederzeit auf unterschiedliche Situationen vorbereitet, vom nahen Elefanten am Fahrzeug bis zum weit entfernten Leoparden im Baum.

Welche Objektive nutze ich?

In meinen Rucksack nehme ich in der Regel alles von 14mm bis 600mm alles mit.

Als Standardzoom und Weitwinkel fĂŒr Landschaftsaufnahmen reicht fĂŒr mich zu 90% das NIKKOR Z 24–120 mm 1:4 S. FĂŒr Nachtaufnahmen oder ganz weitwinklige Aufnahmen ist das NIKKOR Z 14-24mm f/2.8 S. Auf den kommenden Reisen wird es aber vermutlich nicht mehr mitgenommen. Als “Immerdrauf” ist bei mir das NIKKOR Z 70–200 mm 1:2,8 VR S essenziell. Die BildschĂ€rfe von diesem Objektiv ist einmalig und wird nur von der neuen Version (2026) ĂŒbertroffen. Gerade bei Katzen die schnell auf das Safari Auto zukommen oder aus BĂŒschen hervorkommen können, wie zum Beispiel beim Schwarzen Leoparden in Laikipia. Als zweites “immerdrauf” habe ich an der Z8 das NIKKOR Z 180-600mm f/5.6-6.3 VR oder das NIKKOR Z 100–400 mm 1:4,5–5,6 VR S, wenn das Terrain offener ist und wir zum Beispiel Vögel oder auch Details von Tieren fotografieren, nutze ich eher das Objektiv mit mehr Brennweite obwohl das 100–400 mm etwas schĂ€rfer ist. Wenn ich mich fĂŒr eine Kombination entscheiden mĂŒsste, wĂ€re es auf jeden Fall das 70-200mm und fĂŒr die FlexibilitĂ€t, gerade im oberen Brennweitenbereich das 180-600mm.

Das NIKKOR Z 400 mm 1:2,8 TC VR S ist ein Traumobjektiv mit einem Bokeh was seines gleichen sucht. Vielen Dank an Ernesto Obando, dass ich es auf meiner letzten Reise kurz ausprobieren konnte.

Von Canon wĂŒrde ich hier das Canon RF 24-105mm F4L IS USM als Standarzoom mitnehmen. Als “Immerdrauf” auf der einen Kamera hĂ€tte ich das kleine und kompakte Canon RF 70-200mm F2.8L IS USM und auf der anderen das ebenfalls ultra kompakte Canon RF 100-500mm F4.5-7.1L IS USM. Im Highend-Bereich wĂŒrde ich entweder das Canon RF 100-300mm F2.8 L IS USM gegen das 70-200 oder das Canon RF 400mm F2.8 L IS USM gegen das 100-500mm austauschen.

NIKKOR Z 400 mm 1:2,8 TC VR S

Welchen Fokusmodus benutze ich?

Je nach Tierart wĂŒrde ich andere Fokusmodi empfehlen, essenziell ist hier eine gute Kenntnis der eigenen Kamera. 😉 Ein Schwarzer Leopard, kann zum Beispiel extrem schnell aus dem dunklen Busch kommen, sehr viel Kontrast gibt es dort nicht, selbst mit den tollen Augen die eigentlich viel Kontrast geben ist es nicht einfach fĂŒr die Kameras diese kleinen Spots zu finden und daran hĂ€ngen zu bleiben. An der Nikon Z8/9 kann man den Backbutton auf einen anderen Fokusmodi konfigurieren, genau wie die beiden (drei bei der Z9) Fn Knöpfe vorne auf der Kamera, hier kann man bei Bedarf andere Fokusarten fĂŒr schnelle Wechsel legen. An meinen Kameras habe ich zum Beispiel den Tieraugenfokus (Gesamte FlĂ€che) auf dem Auslöser liegen, auf dem Backbutton-AF liegt der 3D Modus, diese Kombination funktioniert je nach Tierart fĂŒr mich wirklich super.

Was brauche ich unbedingt?

Ein Reinigungsset auf der Safari ist sehr wichtig. Ich habe immer einen Blasebalg sowie eine einfache ZahnbĂŒrste dabei um Staub und anderen leichten Schmutz von der Linse und der Kamera zu entfernen. Sofern der “grobe” Schmutz entfernt ist kann man mit einem feinen Tuch den rest entfernen. Ich habe in der Regel 2 TĂŒcher dabei, ein gröberes zum Abtragen von verbliebenem Staub und das feinere zum richtigen Saubermachen der Frontlinsen. Bloß keinen starken Druck auf dem Glas ausĂŒben, so verhinderst zu Kratzer.

Eine gut geschlossene Tasche, in der du deine AusrĂŒstung mehr oder weniger Staubdicht verpacken kannst, Staub lĂ€sst sich nicht vermeiden, also mĂŒssen wir uns so gut es geht vor ihm schĂŒtzen.

Mehrere Speicherkarten, Redundanz ist hier sehr wichtig, wie auch die Möglichkeit die Bilder nochmal separat zu sichern, ich bringe immer meinen Laptop mit um meine Bilder bereits auf der Safari zu sortieren und zu bearbeiten. Die Bilder versuche ich mindestens an 2 verschiedenen Orten zu speichern bevor ich diese von der Speicherkarte lösche, sofern notwendig.

In den UnterkĂŒnften sowie im Safari-Jeep haben wir in der Regel Möglichkeiten unsere Akkus aufzuladen, jedoch habe ich immer ausreichend Batterien dabei um 2 Tage ohne aufladen auszukommen, es können immer StromausfĂ€lle oder technische Probleme auftreten.

Eine Thermosflasche ist aus meiner Sicht sehr hilfreich und kann im Jeep immer wieder mit Wasser aufgefĂŒllt werden. So vermeiden wir unnötigen PlastikmĂŒll und schonen die Umwelt.

Vor der Safari?

Vor jeder Safari kontrolliere ich die Kamera auf Speicherkarten wie auch den Zustand der Batterien. Es gibt nichts schlimmeres als spĂ€ter auf der Safari bei einem Tier anzukommen und zu merken das eine der beiden Sachen fehlt oder voll/leer ist. Da kann es auf jede Sekunde ankommen. Ich Mache mir Gedanken was ich fotografieren möchte und wo ich den Fokus drauf setzen möchte, dementsprechend suche ich mir meine Objektivkombination aus und bereite diese vor. Außerdem versuche ich die Tasche soweit zu Organisieren das ich auf alle EventualitĂ€ten vorbereitet bin, zur Not einen Objektivwechsel schnell durchfĂŒhren kann, oder auch Batterien schnell finde.

Nach der Safari?

Sicherung der Bilder auf einem Laptop und auf einer Externen Festplatte. Bevor irgendwelche Bilder gelöscht werden sollten wir diese mindestens 2 Mal abgesichert haben. Sobald ich das getan habe untersuche ich die Kamera auf Verschmutzung die die BildqualitÀt beeintrÀchtigen können.

Fazit

Das wichtigste ist das wir unsere Kameras verstehen und wissen wie wir diese in dieser harschen Umgebung nutzen und gut pflegen können, Objektivwechsel sind zu vermeiden und wir sollten immer ausreichend Batterien dabei haben. Redundanz ist ein wichtiger Punkt, sowohl bei den Batterien als auch bei den Speicherkarten.


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